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AusloberStadt Hamburg
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LeistungenWettbewerb
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Größe11.700 m² BGF
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Auszeichnung3. Preis
Das Gebäudeensemble aus Schulgebäude - zwei "Heimathafenhäuser" mit einer verbindenden Erdgeschosszone - und Turnhalle mit westlich anschließendem Haus der Jugend markiert den südöstlichen Auftakt des neuen Stadtquartiers In den Reethen und definiert die angrenzenden Straßenräume grundstücksbegleitend. Die Höhen- und Gebäudevolumenausbildung der kompakten Baukörper bezieht sich in ihrer Maßstäblichkeit auf die zukünftig entstehenden Baufelder.
Durch die Positionierung der Baukörper wird es gleichermaßen ermöglicht, dass der Schulhof von Norden und Süden erschlossen werden kann und dass sich dieser in Richtung des Blau-Grünen Bandes samt Steilhangspielplatz öffnet unter Einbeziehung des westlich gelegenen vorhandenen Biotops der Kiefernwälder, welches auch zukünftig von Hochbauten freigehalten wird.
Die einfache geometrische Struktur der Bauköper - die auch der vorgeschlagenen Konstruktion dient - bietet ein flexibles Gerüst für die unterschiedlichen räumlichen Anforderungen auch im Hinblick auf mögliche Veränderungen in der Zukunft. Die homogene Körperhaftigkeit der Gebäude, deren Fassadenausbildung die Gestaltvorgaben des zukünftigen Quartiers Fischbeker Reethen aufnimmt, entwickelt sich der inneren Struktur folgend mittels wiederkehrenden Vor- und Rücksprüngen in Höhe und Tiefe. Dazwischen spannt sich das transparente Foyer und Forum als verbindendes Element.
Um den Aspekten der Nachhaltigkeit - CO2-Bilanzierung in Errichtung und Betrieb mit Blick auf die angestrebte QNG-Zertifizierung - nachzukommen ist das Schulgebäude als Hybridkonstruktion mit hohem Holzanteil geplant. Die erdberührte Bodenplatte sowie die lastabtragenden Treppenraumkerne - der Aussteifung dienend - sind in Stahlbetonbauweise, die Deckenkonstruktion sowie die tragenden Wände in Holzbauweise ausgeführt.
Auszug aus der Preisgerichtsbeurteilung:
"Der Entwurf überzeugt durch seine städtebauliche Setzung. Die Adressbildung zur Neuwulmstorfer Schulstraße bildet ein angemessenes Entree für den neuen Schulstandort. Die vorgeschlagenen Eingangssituationen werden positiv bewertet, da die Erschließung von Norden und Süden gleichberechtigt vorgenommen werden kann.
Der Baukörper verfügt über zwei gut proportionierte Gebäudeteile mit einem zwischengelagerten Foyer. Letzteres ist schlüssig dem Eingang gegenüber angeordnet, ohne dabei jedoch zur Verkehrsfläche zu werden. Besonders hervorgehoben wird vom Preisgericht die Anordnung der Bühne mit rückwärtigem Zugang. Wertgeschätzt werden auch die überdachten Außenbereiche.
Positiv gewertet werden die Außenlernbereiche und auch das Konzept einer künftigen Aufstockung,zudem überzeugt die gewählte Fassadenmaterialität. Ebenfalls positiv bewertet wird, dass die drei Sportfelder dezentral angeordnet wurden, jedoch ist die Umsetzung erst verspätet möglich. ..."
Fachplaner Tragwerksplanung, Bauphysik, Brandschutz, Nachhaltigkeitsplanung: Pirmin Jung, Remagen – Freianlagen Friedrich Wittmann Landschaftsarchitekten, Düsseldorf
Veröffentlichung 2025 I 10 wettbewerbe aktuell I 2025 I 10 I 27 competitionline